Neues zur Schulungspflicht für Fahrer nach VO (EU) Nr. 165/2014

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  • Schulungspflicht nach VO (EU) Nr. 165/2014

Seit dem 2. März 2016 gibt es eine Schulungs- und Unterweisungspflicht des Unternehmers gegenüber seinem Fahrpersonal.   Die VO (EU) Nr. 165/2014 (Fahrtenschreiberverordnung) gilt seit dem 2. März 2016 in vollem Umfang. Das Verkehrsunternehmen ist der Verordnung nach dafür verantwortlich, dass seine Fahrer hinsichtlich des ordnungsgemäßen Gebrauchs des Fahrtenschreibers (digital oder analog) angemessen geschult und unterwiesen werden. Der Unternehmer ist also in der Pflicht, nachweisen zu können, dass er entweder selbst sein Fahrpersonal unterwiesen hat oder dass das Fahrpersonal an einer externen Unterweisung teilgenommen hat. Zu den Zeitintervallen: Die Empfehlung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) lautet, dass Schulungen in der Regel mindestens einmal jährlich durchgeführt werden. Wenn durch den Unternehmer keine Auffälligkeiten im Umgang mit dem Fahrtenschreiber festgestellt werden, können im Einzelfall längere Intervalle vorgesehen werden. Der Zeitraum der jährlichen Unterweisung kann auf max. 2 – 3 Jahre ausgedehnt werden. Bei festgestellten Auffälligkeiten oder Verstößen können auch häufigere Unterweisungen als einmal jährlich erforderlich sein. Grundlage für die Festlegung der Zeitintervalle: Ausschlaggebend dafür sind die auf der Fahrerkarte aufgezeichneten Daten, die im Betrieb heruntergeladen werden müssen. Werden bei der Überprüfung der Daten Auffälligkeiten festgestellt, so besteht Anlass, den Fahrer häufiger zu unterweisen. Die turnusgemäß (alle fünf Jahre) stattfindende Weiterbildung im Rahmen des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) allein genügt nicht, um die Pflichten des Verkehrsunternehmers aus dem Artikel 33 VO (EU) Nr. 165/2014 zu erfüllen. Zwischen den Modulschulungen sind weitere Unterweisungen zum digitalen Fahrtenschreiber erforderlich. Haftung: Ein Verkehrsunternehmen haftet für Verstöße, die von Fahrern des Unternehmens bzw. von den Fahrern begangen werden, die ihm zur Verfügung stehen. Diese Haftung kann von einem Verstoß gegen die Wahrnehmung der Schulungs- bzw. Unterweisungspflicht sowie von der Prüfung der Einhaltung der Vorschriften über die Lenk- und Ruhezeiten abhängig gemacht werden. (Verstoß des Verkehrsunternehmens gegen den Artikel 33 der VO EG 165/2014 und Artikel 10 Absätze 1 und 2 der VO (EG) Nr. 561/2006).   Um Wissen zu den Lenk- und Ruhezeiten sowie zum Umgang mit dem digitalen Fahrtenschreiber in der Praxis, insbesondere in der Gerätevielfalt, zu vermitteln, hat AFK-International zwei Angebote für Sie:

  1. Unser Seminar mit dem Titel „Lenk- und Ruhezeiten – analoge / digitale Tachographen – Schulungs- und Unterweisungspflicht nach Artikel 33 VO (EU) Nr. 165/2014“:

Schulungsdauer:      ca. 5 Stunden Schulungskosten:     69,00 Euro zzgl. USt. pro Teilnehmer Schulungsinhalte:     Um die Schulungsinhalte zu entnehmen und dieses Seminar zu buchen, schauen Sie bitte auf unsere Internetseite oder kontaktieren uns per Telefon oder E-Mail.

  1. Integration in das EU-BKF Modul 2 – Vorschriften für den Güterkraftverkehr

Wir haben in unserem Schulungsangebot das „Modul 2 – (Sozial)Vorschriften für den Güterverkehr – Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG)“, das das Fahrpersonal obligatorisch alle 5 Jahre durchführen muss. Wir haben dieses Modul 2 so angepasst, dass dieses Modul 2 die Schulungs- und Unterweisungspflicht nach Artikel 33 VO (EU) Nr. 165/2014 für Lenk- und Ruhezeiten – analoge / digitale Tachographen – enthält. Dem Teilnehmer entstehen keine zusätzlichen Kosten und zusätzlich zur Bescheinigung für Modul 2 wird eine Schulungsbestätigung für die Teilnahme an der Unterweisung zum digitalen Fahrtenschreiber ausgestellt.

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